Reisen & Genießen

Schlaraffenland Türkei

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

 

Unbedingt mal raus aus dem schicken All-inclusive-Hotel! Hier steht, warum …

 

Kebab-Spieße (Foto: Shutterstock)

Die meisten Türkei-Urlauber verbringen ihre sonnigen Ferientage in einem der zahlreichen All-inclusive-Hotels an der Küste. Essen und trinken teils rund um die Uhr, alles ohne zusätzliche Kosten. Prima! Eigentlich! Denn, wer will da noch in eines der Restaurants in der Umgebung? Also das Hotel verlassen und noch dazu die Rechnung fürs Essen bezahlen. Es gibt viele leckere Gründe, genau das im Urlaub wenigstens einmal zu tun. Denn die authentische Küche der Türkei wird in den Hotels nur selten angeboten. Und sie bietet weit mehr als den auch in Deutschland so beliebten Döner.

Originelles Restaurant bei Manavgat (Foto: Alamy)

Die Küche der Türkei zählt zu den ältesten und vielseitigsten auf der ganzen Welt. Den ersten nachweisbaren Einfluss auf Europas Ess- und Trinkkultur hatte der türkische Kaffee. Im 19. Jahrhundert berücksichtigten bereits einige Kochbücher Gerichte aus dem Osmanischen Reich, beziehungsweise der Türkei. Und spätestens seit dem Erfolg des Döners als Fast-Food-Alternative zum amerikanischen Burger hat fast jeder Deutsche schon mal was Türkisches probiert. Was aber viele nicht wissen: Kulturhistoriker vermuten sogar den Ursprung einiger Gerichte in der Türkei, die wir eigentlich als eine Art Nationalgericht ganz anderen Ländern zuordnen. Etwa das schwedische Köttbullar. Es soll eine Abwandlung von Köfte sein. Und sogar Frankreichs Croissant könnte seinen Anfang am Bosporus genommen haben. Sicher ist das aber nicht.

Köttbullar, Croissant zum Frühstück (Foto: Shutterstock, Fotolia)

Ein Restaurant-Besuch reicht natürlich nicht aus, um in die kulinarische Vielfalt einzutauchen. Vielleicht probiert man mal einen der Klassiker, die auf vielen Speisekarten zu finden sind. Kebab etwa, zum Beispiel als Spieß. Die bekannteste Variante ist sicher der Döner Kebab. Der in Deutschland angebotene Döner Kebab im Fladenbrot ist in der Türkei abseits der touristischen Hochburgen allerdings eher selten und wenig beliebt. Dagegen gibt es die Frikadellen-Alternative Köfte häufig sowie in zahlreichen Zubereitungsarten. Das gilt auch für Pide, zum Beispiel mit Ziegenkäse oder Ei. Empfehlenswert ist auch das Reisgericht Pilav. Auch hier stehen oft mehrere Varianten auf den Speisekarten.

Pilav (Foto: Fotolia)

Türkische Desserts sind meistens sehr süß und nichts für Kalorienzähler. Als Berühmtestes gilt Baklava, eine in Sirup getränkte Süßspeise mit Pistazien. Aber schauen Sie in der Türkei doch auch mal nach Güllac, einer Spezialität mit Milch, Rosenwasser und Reisblätterteig. Oder Lokum. Die würfelförmigen Häppchen enthalten beispielsweise Nüsse, Kokosraspeln, Trockenfrüchte oder Pistazien. Und es gibt so viel, viel mehr zu probieren. Zudem haben türkische Restaurants oft ein wunderbar familiäres Flair. Klar, es gibt auch hier tolle und weniger empfehlenswerte Adressen. Am besten, man macht sich bei den Einheimischen vor Ort schlau oder wirft zumindest einen Blick auf die großen Bewertungsportale im Internet. Wer danach mal das All-inclusive-Buffet des Hotels – und sei es noch so verlockend – gegen eines der Restaurans getauscht hat, der tut das meist immer wieder.

Baklava (Foto: Fotolia)