Reisen & Genießen

Jetzt nach Sevilla!

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

 

Sevilla, die heißblütige Metropole Andalusiens – der FREIZEIT REVUE-Reiseredakteur Rolf Esch hat sie besucht. Und er meint, jetzt sollte man dorthin reisen. Weil die Temperaturen im Frühling noch nicht so hoch sind. Weil es gerade von mehreren deutschen Airports Direktverbindungen mit Billigfliegern gibt. Weil Sevilla klein genug ist, um es an einem Wochenende zu entdecken. Und das sollte man in Sevilla mal machen und erleben …

 

Der Flamenco

Flamenco-Tänzerin auf der Plaza de Espana (Foto: Rolf Esch)

Kein Sevilla-Besuch ohne Flamenco. Der gehört einfach zu dieser Stadt. Nahe der Kathedrale oder auf der berühmten Plaza de Espana sind häufig Tänzerinnen und Tänzer zu sehen. Die Stars der Szene treten in den guten Tablaos auf, so nennt man die Restaurants mit Flamenco-Bühne. Als Top-Adresse gilt das Los Gallos (Plaza de Santa Cruz 11). Doch Vorsicht, in einigen Hotels locken auch Touristen-Fallen. Wem das Los Gallos zu teuer ist, der hat mit dem La Carboneria (Calle Céspedes 21) eine tolle Alternative, in der täglich ein authentischer Flamenco in coolem Ambiente getanzt wird. Der Eintritt ist frei, man kann hier auch eine Kleinigkeit essen.

 

Metropol Parasol

Spaziergänger Metropol Parasol (Foto: Rolf Esch)

Es gab in Sevilla viele Diskussionen um den Metropol Parasol. Seit 2011 jedoch ist die gewaltige, futuristische Holzkonstruktion des deutschen Architekten Jürgen Mayer fertig und inzwischen wird sie von den meisten Sevillanos auch als neues Wahrzeichen geliebt. Hoch oben auf 26 Metern kann man also nun auf dem Metropol Parasol einen Spaziergang machen. Das kostet drei Euro Eintritt. Und der Blick über die City ist wirklich klasse. Wer es romantisch möchte: Nachmittags kurz vor Sonnenuntergang ist das Licht für den Bummel über das Kunstwerk besonders stimmungsvoll.

 

Real Alcázar de Sevilla

Im riesigen Park des Alcázar (Foto: Rolf Esch)

Mitten im Herzen von Sevilla befindet sich auch der Real Alcázar de Sevilla. Der mittelalterliche Königspalast ist ganz sicher das beeindruckendste Gebäude. Und der Park drumherum gleicht einem nicht enden wollenden Garten Eden. Für beides gibt es das Ticket zum Preis von 11,50 Euro. Es lohnt sich, schon kurz nach der täglichen Öffnung um 9.30 Uhr hier zu sein, die Warteschlangen sind später oft sehr lang. Und man kommt auch kostenlos in den Alcázar. Immer montags von 16 bis 17 Uhr (Oktober bis März), bzw. von 18 bis 19 Uhr (April bis September) ist der Eintritt gratis. Nachteile dabei: Wer sich die Karte nicht rechtzeitig sichert, der wird oft nicht mehr ins Gelände gelassen, da nur ein begrenztes Kontingent an Gratis-Tickets zur Verfügung steht. Und wenn man doch reinkommt, dann ist die Zeit viel zu knapp, um sich den Palast und seinen Garten in Ruhe ansehen zu können.

 

Mercado de Triana

Mercado de Triana (Foto: Rolf Esch)

Nur wenige Schritte vom Ufer des Flusses Guadalquivir entfernt liegt der wohl schönste Markt Sevillas. Es ist der Mercado de Triana in der Calle San Jorge 6. Man kann in der schönen Halle nicht nur toll einkaufen, etliche Stände bieten auch ein sehr leckeres Mittagessen oder spanische Tapas an. Wer mag, der besorgt sich an einem Stand den edlen Schinken Pata Negra und am nächsten ein Bocadillo, also das Brötchen. Dazu ein Glas Wein, später eine Tasse Kaffee. Alles kein Problem. So tun es hier auch die Einheimischen. Und geradezu sensationell: Gleich mehrere Marktstände bieten die unterschiedlichsten frisch gepressten Fruchtsäfte an. Den großen Becher für gerade mal einen Euro.

 

Hotel und Rooftop-Bar

Rooftop-Bar des EME Catedral-Hotels mit Blick zur Giralda (Foto: Rolf Esch)

Es macht definitiv Sinn, sich ein Hotel mitten in Sevilla zu suchen. Dann hat man alle Highlights von frühmorgens bis spätabends quasi vor der Haustür. Direkt an der Kathedrale – zentraler geht es nicht – liegen zwei Alternativen. Das EME Catedral Hotel hat fünf Sterne und gilt als eine der coolsten Design-Herbergen hier in Sevilla. Alles wurde eng verschachtelt in die Altstadt-Architektur integriert. Und absolut top ist die Rooftop-Bar mit Blick auf die Kathedrale und die weltberühmte Giralda, einst das Minarett der Hauptmoschee von Sevilla. Die Bar ist aber auch für alle zugänglich, die nicht im Hotel wohnen! Nur wenige Schritte entfernt gibt es das Hotel da Vinci Boutique. Deutlich schlichter und auch deutlich günstiger. Eine prima Alternative für diejenigen, die weniger ausgeben möchten oder können. Beide Häuser können zum Beispiel über booking.com gebucht werden.