Gesundheit & Ratgeber

Falsches Parken kann teuer werden

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Parkplätze sind in unseren Innenstädten Mangelware. Besucher, Pendler und Anwohner liefern sich tagtäglich ein Wettrennen darum. Doch was muss man beachten, damit das Abstellen des Fahrzeugs nicht teure Folgen hat, weil man ein Bußgeld, eventuell sogar einen Punkt in Flensburg bekommt?

Park-Lücke – wer zuerst dort ist, bekommt sie

Wer z.B. eine Parklücke auf der gegenüberliegenden Straßenseite entdeckt und wartet, bis der Gegenverkehr vorbei ist, um zu drehen und einzuparken, hat schlechte Karten, wenn ein anderer Fahrer den Parkplatz ebenfalls gesehen hat und vor einem in die Lücke fährt. Denn: Laut StVO ist derjenige, der die Parkfläche zuerst „unmittelbar erreicht“, also sofort einparken kann, im Recht.

Beifahrer zum Blockieren vorschicken?

Manche halten das für clever. Ist es aber nicht. Denn: Auch hier tritt die Regel von oben in Kraft. Wer zuerst einparken kann, dem steht auch der Platz zu. Freihalten gilt nicht.

Auto vor Ein- und Ausfahrten abstellen

Parken darf man hier grundsätzlich nicht. Dies gilt auch für alle Bordsteinabsenkungen. Bei schmalen Straßen ist auch gegenüber Ein- und Ausfahrten das Abstellen des Fahrzeuges nicht gestattet. Als schmal gilt eine Straße, wenn die Breite zur gegenüberliegenden Seite unter 3,50 Metern liegt. Bei Straßen mit einer durchgezogenen Mittellinie müssen für vorbeifahrende Autos noch drei Meter Platz bleiben.

Vorsicht bei Kreuzungen und Bushaltestellen

Vor Kreuzungen muss mindestens fünf Meter Abstand eingehalten werden. Dies gilt auch für Fußgängerüberwege. Bei Ampeln sind es dann 10 Meter, vor Bushaltestellen sogar 15 Meter.

Verkehrsberuhigte Zone und Spielstraßen

Nur in den markierten Bereichen ist hier das Parken erlaubt. Ein- und Aussteigen ist allerdings auch außerhalb möglich.

Achten Sie auch auf Gullys!

Auf Bürgersteigen oder Radwegen (auch solche, die nur durch einen weißen Streifen von der Fahrbahn abgetrennt sind) gilt Parkverbot. Schächte und Deckel (Gullys, Wasseranschlüsse) dürfen ebenfalls nicht mit dem Auto blockiert werden.

Das ist als Bußgeld fällig

Wer falsch parkt, muss zahlen. Die Tarife des neuen Bußgeldkatalogs reichen von 10 bis 70 Euro. Parken in verkehrsberuhigten Zonen außerhalb der Markierungen kostet z.B.10 Euro, an unübersichtlichen Stellen oder zu nah an Ampeln und Fußgängerüberwegen 15 Euro, in zweiter Reihe 20, auf Sperrflächen 25 und auf Schwerbehindertenparkplätzen 35 Euro. Am teuersten ist es mit 70 Euro auf Autobahnen und Kraftfahrtstraßen (Landstraße, Bundesstraße, Schnellstraße), an Engstellen mit Behinderung von Rettungsfahrzeugen (65 Euro) und vor Feuerwehreinfahrten mit Behinderung (60 Euro). In den letzten drei Fällen kommen nicht nur eventuelle Abschleppkosten hinzu, sondern auch jeweils ein Punkt in Flensburg.