Gesundheit & Ratgeber

Welches Vöglein singt denn da?

Autor: FREITEIT REVUE Redaktion

Amsel, Drossel, Fink und Star: Jetzt zwitschert es wieder überall aus Hecken und Bäumen. Gerade von Ende April bis Anfang Juni kann man besonders viele Vogelarten gleichzeitig hören, denn es ist Brutzeit. „Meist singen nur die Männchen, um ihre Reviere abzustecken und Weibchen anzulocken“, wissen die Experten vom Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Es gibt Frühaufsteher und Langschläfer

Am intensivsten ist der Gesang am Morgen. Wer noch in der Dunkelheit aufstehen muss, hört bereits einige unserer gefiederten Freunde draußen, wie sie den Tag mit fröhlichem Gezwitscher begrüßen. Allerdings gibt es auch in der Vogelwelt Frühaufsteher und „Langschläfer“. Während der Gartenrotschwanz z.B. schon 80 Minuten vor Sonnenaufgang losträllert, stimmt der Buchfink erst 50 Minuten später ins Vogelkonzert ein. Ausschlaggebend ist der Grad der Morgendämmerung und hier hat jede Vogelart ihren eigenen Rhythmus. Klicken Sie doch einmal auf die einzelnen Vögelchen dieser Spezial-Uhr – und Sie wissen, welcher Piepmatz vor Ihrem Fenster gerade seinen Song anstimmt.

Vorsicht bei Jungvögeln!

Während der Brutzeit häufen sich beim NABU leider auch Fundmeldungen über scheinbar hilflose Küken, die aus dem Nest gefallen sind. Die Tiere sollte man aber auf keinen Fall aufnehmen, sondern an Ort und Stelle belassen, rät der Naturschutzbund. Meist handelt es sich nicht um Waisen, sondern um Jungvögel. Die können zwar noch nicht richtig fliegen, werden durch Bettelrufe aber von den Eltern noch mit Futter versorgt. Nur wenn das Vogelkind in Gefahr ist und z.B. auf der Straße sitzt, sollte es weggetragen und an einem geschützten Ort in der Nähe der Fundstelle abgesetzt werden.

Jungvögel dürfen laut Bundesnaturschutzgesetz ohnehin nur vorübergehend mit nach Hause genommen werden, wenn sie verletzt, krank und damit hilflos sind. Auch bei noch so fachgerechter Pflege bieten Sie ihnen schlechtere Überlebenschancen als die Natur.  

Mehr Infos dazu finden Sie unter: www.nabu.de