Gesundheit & Ratgeber

Die 10 größten Diät-Lügen

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Neues Jahr, neue Chance! Besonders, wenn es ums Abnehmen geht. Doch das ist gar nicht so einfach, wie es in der Werbung oft propagiert wird. Und selten purzeln die Pfunde so schnell, wie es diverse Diäten versprechen. Meist müssen wir uns von lieb gewonnenen Gewohnheiten verabschieden. Die Zauberformel heißt: weniger Kalorien bei gleicher Sättigung und mehr Bewegung. Zum Beispiel: Banane statt Schokoriegel, Treppe statt Aufzug. 

Und bloß nicht diesen Irrtümern aufsitzen:

1. Fett macht fett

Der Ansatz stimmt, aber nicht die Interpretation. Denn unter den Energiespendern Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate (Süßigkeiten, Limonaden, Brot, Reis, Nudeln etc.) sind Letztere das Hauptproblem. Sie erhöhen die Ausschüttung des Botenstoffs Insulin und verstärken in Folge den Appetit. Mit einem Naturjoghurt lässt sich daher bei gleichem Kaloriengehalt leichter abnehmen als mit der fettarmen, aber gesüßten Variante.

2. Margarine ist besser als Butter

Wer die pflanzliche Alternative aufs Brot schmiert, ändert nichts in der Energiebilanz. Auch der gesundheitliche Vorteil (Cholesterin) ist umstritten. 

3. Eiweißbrot hat weniger Kalorien

Nein, das Gegenteil ist der Fall! Es enthält zwar weniger Kohlenhydrate, dafür aber mehr Kalorien. In 100 Gramm Eiweißbrot stecken 248, in einem herkömmlichen Mehrkornbrot sind es dagegen nur 219 Kalorien.

4. Satter mit Wasser 

Zu einseitig gedacht. Wer vor einer Mahlzeit einen halben Liter Wasser trinkt, nimmt zwar im Schnitt 60 Kalorien weniger Kalorien zu sich. Doch durch die Flüssigkeit im Magen können die Speisen leichter und vor allem schneller verdaut werden. Das Hungergefühl stellt sich daher auch schneller wieder ein.

5. Ausdauersport lässt Pfunde purzeln

Das könnte korrekt sein. Denn schließlich verbrennt man schonend Energie. Die Realität sieht jedoch anders aus: Viele gönnen sich als Belohnung für ihre Anstrengung eine „kleine“ Sünde. Und naschen damit oft mehr Kalorien auf die Rippen, als zuvor verbrannt wurden. Ein Beispiel? Wer eine Stunde schwimmt, hat sich im Schnitt läppische zwei Scheiben Käse oder zwei Mozartkugeln „verdient“.

6. Wer abnimmt, wiegt weniger

Stimmt nicht, die Waage kann sogar nach oben ausschlagen. Denn wer nachhaltig durch Sport Hüftspeck abbaut, nimmt an Muskeln zu. Und die wiegen bei gleicher Masse mehr. 

7. Dick durch die Gene

Reine Panikmache! Das FTO-Gen lässt die Speckröllchen zwar wachsen, jedoch nur um läppische zwei bis drei Kilo. Damit gilt man noch nicht als übergewichtig.

8. Kalorien am Abend zählen doppelt

Falsch! Wann man isst, ist gleich. Entscheidend ist die gesamte Kalorienzufuhr während der 24 Stunden. Problematisch wird es allerdings, wenn man am Tag hungert. Denn dann fährt evtl. der Stoffwechsel runter. In Folge wird das Essen am Abend eher in Speckröllchen umgewandelt. Fazit: Nicht hungern, um abzunehmen!

9. Frühstück fördert das Hüftgold

Irrtum! Wer frühstückt, hat zwar im Durchschnitt einen größeren Appetit, aber der wirkt sich nicht aufs Gewicht aus. Denn: Das Frühstück kurbelt den Stoffwechsel an. Der Körper verbrennt somit mehr Kalorien. 

10. Rettungsring schmilzt in der Sauna

Leider nein. Zwar fällt der Zeiger der Waage nach der Schwitzkur um bis zu zwei Pfund, jedoch nicht, weil Fett verronnen ist, sondern Wasser. Und das sollte man so bald wie möglich wieder nachkippen.