Reisen & Genießen

Irland: Tipps für die grüne Insel

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

 

Irland, die grüne Insel mit ihren atemberaubenden Landschaften, steilen Klippen und historischen Sehenswürdigkeiten überall im Land. Diese Mischung ist es, die es FREIZEIT REVUE-Redakteurin Anya Barros so angetan hat. Mit ihr gehen wir auf Tour durch den Südwesten der schönen Insel.

 

 

Dublin und Umgebung

Malahide Castle in der Nähe von Dublin (Foto: Anya Barros)

 

Die Hauptstadt ist immer einen Ausflug wert. Denn hier gibt es viel zu entdecken: das Schloss, Trinity College mit dem Longroom und dem „Book of Kells“, die Grafton Street, Temple Bar und und und... Ein Tag reicht fast nicht, um Dublin zu erkunden, denn es gibt so viel zu sehen. Also, gute Schuhe an und los. Doch wir wollen mehr sehen und machen uns auf zu einer kleinen Rundreise.

 

Am nördlichen Rand von Dublin liegt Malahide. Besonders sehenswert in dem kleinen Örtchen am Meer ist der riesige Schlosspark samt botanischem Garten und das Malahide Castle. Im Schlosspark tummeln sich Jogger, Spaziergänger oder auch Cricket-Spieler. Ein seltsames Spiel, wenn man die Regeln nicht kennt. Trotzdem schaue ich gebannt ein paar Minuten zu.

 

Wer das Castle besichtigen möchte, muss eine Führung buchen. Fast eine Stunde dauert die Tour durch die jahrhundertealten Gemäuer. Das Highlight ist der „Oak Room“, ein düsterer Raum, dessen Wände komplett mit dunklem Holz vertäfelt sind. Vielleicht begegnet Ihnen dort ja auch das Schlossgespenst, denn angeblich soll es immer noch spuken im Malahide Castle...

Eintritt: 12,50 Euro, ermäßigt 6,00 Euro

 

Newgrange

Der Grabhügel von Newgrange (Foto: Anya Barros)

 

Eine gute Stunde weiter nördlich von der Hauptstadt liegt Newgrange. Rund 5000 Jahre alt ist der Grabhügel, etwa 75 Meter lang und 13 Meter hoch. Durch einen engen Gang kommt man in das innere des Grabhügels. Über dem Eingang ist eine Öffnung, durch die an den Tagen rund um den 21. Dezember, der Wintersonnenwende, für etwa eine Viertelstunde das Licht der aufgehenden Sonne die Grabkammer erreicht. Newgrange sowie die benachbarten Grabstätten Dowth und Knowth, können nur über das „Brú na Bóinne Visitor Centre“ besucht werden. Ein Kleinbus bringt die Besucher zu den Monumenten oder man kann laufen. Endlich angekommen wartet ein Guide auf unsere Truppe, der alles wissenswerte zu den Grabanlagen erklärt.

Eintritt: Newgrange 7,00 Euro, ermäßigt 4,00 Euro, mit der Heritage Card kostenlos.

 

Wunderschönes Kilkenny

Auf dem Weg in den Südwesten Irlands machen wir Halt in Kilkenny. Die Stadt erfüllt jedes Klischee und hier sieht es aus wie auf einer Postkarte. Farbige Hausfassaden, jahrhundertealte Pubs und als Wahrzeichen thront Kilkenny Castle über allem. Die Burg aus dem 12. Jahrhundert wurde in den letzten 50 Jahren komplett saniert und erstrahlt seither in neuem Glanz. Das Schloss beherbergt auch eine der bedeutendsten Galerien für zeitgenössische Kunst, die „Butler Gallery“.

Eintritt: 8,00 Euro, ermäßigt 4,00 Euro, mit Heritage Card kostenlos.

 

Rock of Cashel

Uneinnehmbar scheint der Rock of Cashel (Foto: Anya Barros)

 

Beeindruckend wie sich die Festung erhebt. Dicke Mauern umgeben einen Rundturm, eine kleine Kirche, eine Kapelle und einen Friedhof mit vielen Hochkreuzen. Erbaut auf einem großen Felsen mit bestem Blick über die grüne Landschaft. Hier soll der Heilige Patrick mit einem Kleeblatt die Dreieinigkeit erklärt haben, so heißt es. Das war die Geburtsstunde des irischen Emblems. Im Innenhof steht ein großes Kreuz aus Sandstein. Die Legende sagt, wer es schafft, das Kreuz zu umarmen und sich die Fingerspitzen auf der Rückseite berühren, der wird nie wieder unter Zahnschmerzen leiden. Das kann ich nicht sagen, aber schön war es, als die Rückenschmerzen von der Umarmung endlich vorbei waren...

Eintritt: 7,00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro, mit Heritage Card kostenlos.

 

Blarney Castle

Im Park von Blarney Castle kann man sich fast verlaufen (Foto: Anya Barros)

 

9 km westlich von Cork liegt die Trutzburg Blarney Castle, umgeben von einem großen Park. Die Anlage lädt zu einem schönen Spaziergang ein, vorbei an einem märchenhaften kleinen Teich, durch das Arboretum hin zum Blarney House, einem alten Herrenhaus.

 

Wer sich auf die Burg hochtraut, denn die Wendeltreppe nach oben ist sehr steil und eng, wird mit einer tollen Aussicht belohnt. Hier oben ist auch der berühmte „Blarney Stone“. Wer den küssen will, muss sich abenteuerlich verrenken. Das macht aber fast jeder Besucher, denn wer den Stein küsst, dem soll er die Gabe der Beredsamkeit verleihen. 

Eintritt: 15,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro

 

Ring of Kerry: schöne Strände und ein Beach Pub

Weißer Sand und mancher Ire geht hier sogar baden: Derrynane Beach (Foto: Anya Barros)

 

Es ist DIE touristische Route in Irland. Knapp 200 Kilometer ist die Panoramastraße rund um die Iveragh-Halbinsel lang. Busse dürfen hier nur entgegen dem Uhrzeigersinn fahren, weil die Straßen teilweise so eng sind. In Killorglin steigen wir in den Ring of Kerry ein, auch wir fahren gegen den Uhrzeigersinn, das scheint uns angenehmer. Nach etwa 30 Kilometern lohnt es sich, der Beschilderung zum Rossbeigh Beach zu folgen. Ein breiter, langer Strand. Bei gutem Wetter kann man bis auf die benachbarte Dingle-Halbinsel sehen.

 

Am südlichen Zipfel lockt ein weiterer schöner Strand: Derrynane Beach in Caherdaniel. Weißer Sand, Dünen, hier fühlt es sich an wie im Urlaub. Die kleine Bucht liegt etwas windgeschützt. Ein paar verrückte Iren sind hier auch schon mal am Baden. Brrr, das wäre uns dann doch zu kalt. Der Weg zum Strand ist in Caherdaniel gut ausgeschildert, es gibt einen großen Parkplatz und auf dem Weg kommt man am Derrynane House vorbei, einem alten Herrenhaus, das heute ein Museum beherbergt. 

 

Ein paar Kilometer nach Caherdaniel, auf halber Strecke nach Castlecove, liegt Irlands einziger Beach Pub, das O'Carrolls Cove. Bei einer Tasse Tee oder einem Pint Guinness kann man hier einen entspannten Zwischenstopp einlegen. Wer nach der langen Strecke Hunger verspürt, das Beach Pub hat leckere Fisch-Gerichte auf der Karte stehen, nicht nur den Klassiker Fish 'n' Chips. Die Aussicht auf der Sonnenterrasse über die kleine Bucht ist toll, ganz am Horizont sieht man sogar die benachbarte Beara-Halbinsel.  

 

Auf dem Ring of Kerry weiß man nie, was einen erwartet. Hinter jeder Kurve, hinter jedem Hügel, gibt es etwas, für das es sich lohnt links ranzufahren und anzuhalten! Also, die Augen immer offen und die Kamera bereit halten!

 

 

Hier noch ein paar extra Tipps

Reiseführer für die Vorbereitung. Vor Ort ist die Heritage Card hilfreich (Foto: Anya Barros)

 

Mit der Heritage Card bekommt man in allen Sehenswürdigkeiten die zum "OPW" gehören freien Eintritt. Die Karte kostet einmalig 40 Euro für einen Erwachsenen und ist dann ein Jahr gültig. 

Sonnencreme gehört in jede Reisetasche! Ja, Sie werden jetzt bestimmt lachen, aber gerade im Süden der Insel scheint doch öfters die Sonne. Und durch den immer wehenden Wind merkt man nicht, wie man einen leichten Sonnenbrand bekommt. Auch einen Schal und eine Windjacke sollten Sie nicht vergessen. 

Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte immer ein paar Münzen bereit halten, denn die irischen Autobahnen kosten Maut (etwa 2,00 Euro). Nur auf der M50, der Autobahn rund um Dublin, wird die Maut automatisch abgebucht (3,50 Euro). Kameras erfassen das Kennzeichen und man muss die Gebühr online oder per Telefon begleichen. Wer einen Mietwagen von Hertz hat muss sich keine Gedanken machen, hier wird die Maut direkt von der hinterlegten Kreditkarte abgebucht. 

Wer sich im Vorfeld ausgiebig über Irland informieren will, dem sei der Reiseführer vom Verlag Michael Müller ans Herz gelegt. Auf knapp 800 Seiten gibt er viele Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Übernachten sowie Land und Leute und ist somit eine gute Vorbereitung. Der Reiseführer von Marco Polo ist klein und handlich und hat alle Infos kompakt zusammengefasst. 

 

 

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