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Fußball-Länderspiel: England gegen Deutschland

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Ein Fußball-Klassiker steht an: Heute Abend (ab 20.15 Uhr, ZDF) trifft die deutsche Fußbalnationalmannschaft in London auf England zu einem Freundschaftsspiel – im berühmten Wembley-Stadion. Im Laufe der Zeit gab es zahlreiche erinnerungswürdige Duelle zwischen den beiden Mannschaften. Meistens siegten die Deutschen in den wichtigen Partien – vor allem im Elfmeterschießen. Eine Tatsache, die den britischen Fußballer Gary Lineker zu einer viel zitierten Erkenntnis brachte: "Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten einem Ball nach und am Ende gewinnen immer die Deutschen." Nur bei der WM 1966 war alles anders.

Finale 1966: eine denkwürdige Partie

DeutschlandspielDie Mannschaften auf dem Platz (Foto: ddp images)

Im Finale traf Gastgeber England am 30. Juli 1966 im alten Wembleystadion auf Deutschland - eine denkwürdige Partie. Nach 90 Minuten stand es 2:2, die Verlängerung ging los. In der 101. Minute dann die Entscheidung: Aus kurzer Distanz traf Geoff Hurst die Unterkante der Latte. Von dort aus prallte der Ball auf den Boden. Und die alles entscheidende Frage lautete: vor oder hinter der Torlinie? Niemand hat es so richtig gesehen. Wie also entscheiden?

Tor oder nicht Tor?

DeutschlandspielVon der Latte prallte der Ball auf den Boden (Foto: ddp images)

Schiedsrichter Gottfried Dienst aus der Schweiz zögerte, befragte seinen sowjetischen Linienrichter Tofik Bachramow: "War der Ball hinter der Linie?" Der erwiderte: "Ja, hinter der Linie!" Dienst gab das Tor trotz zahlreicher Proteste der Deutschen um Stürmerstar Uwe Seeler. Es stand 3:2. Im Laufe der Verlängerung erhöhte Hurst noch auf 4:2. Nach Abpfiff war England zum ersten und bisher letzten Mal Weltmeister. Aber war der Ball beim 3:2 wirklich über der Linie? Das lässt sich bis heute nicht zweifelsfrei feststellen. Als "Wembleytor" ging dieser Treffer in die Geschichte ein.