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Die düstere DDR-Vergangenheit von Horst-Günter Marx

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Die Zuschauer kennen ihn aus vielen Tatorten oder aus der Serie „Dr. Mertens“ und seit 2015 aus „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“. Horst-Günter Marx ist heute ein gefragter Schauspieler in Deutschland. Geboren und aufgewachsen ist er aber in der DDR. Keine einfache Zeit. Viele wollten die DDR verlassen, stellten Ausreiseanträge mit ungeahnten Konsequenzen. So erging es auch Horst-Günter Marx. 1984 wurde er, mehr oder weniger von der Theaterbühne weg, verhaftet. „Drei Männer haben mich mitten in der Nacht bei mir Zuhause abgeholt“, erzählt der TV-Star über seine Festnahme.

Horst-Günter Marx „Hier ging es nicht weiter“

„Es war ein mutiger Schritt den Ausreiseantrag zu stellen“, beschreibt Horst-Günter Marx seine Aktion. „Wir haben uns bei Freunden Hilfe geholt wie das überhaupt geht“, beschreibt der Darsteller, der seit 2015 beim Spin-off „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ mitspielt. „Aber das ist aufgeflogen, die Stasi hat das alles mitbekommen und dokumentiert!“ Die Folge: U-Haft erst in Pankow danach in Naumburg. 18 Monate saß Marx im Knast. Nach seiner Entlassung blieb er zunächst in der DDR. Drei Monate später durfte er dann in den Westen ausreisen. „Ich war naiv“, weiß er heute, „ich habe nie damit gerechnet dass man mich verhaften würde.“

Gute Zeiten im Westen

Seinen Durchbruch im TV-Geschäft schaffte er 1987 als er an der Seite von Sonja Kirchberger in „Die Venusfalle“ mitspielte. „Das hat mir die Türen in der westdeutschen Filmlandschaft geöffnet“, sagt Horst-Günter Marx über seine Karriere. Bis heute ist er in vielen TV- und Kinoproduktionen aufgetreten. Seit 2015 spielt er den Klinikdirektor Wolfgang Berger in der Vorabendserie „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“, immer donnerstags um 18.50 Uhr auf ARD.